Gute Nachrichten für Berliner Home Sharer: Berliner Gastgeber wird Genehmigung für 182 Tage erteilt

Laut der Anwaltskanzlei Redeker/Sellner/Dahs steht Home Sharern in Berlin künftig eine Genehmigung für 182 Tage pro Jahr zu, wenn sie ihre ganze Wohnung gelegentlich vermieten wollen.

Nach Ablehnung einer Genehmigung für die kurzzeitige Vermietung seiner Wohnung hatte ein Berliner Home Sharer vor dem Berliner Verwaltungsgericht gegen das Land Berlin geklagt. Auf Hinweis des Gerichts erteilte das zuständige Bezirksamt dem Gastgeber eine Genehmigung für 182 Tage im Jahr. Zuvor hatte sich das Bezirksamt  mit der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen abgestimmt, um eine einheitliche Verwaltungspraxis in Berlin sicherzustellen.

Laut der Anwaltskanzlei müssen demnach künftig alle Bezirksämter Home Sharern, die gelegentlich ihre Hauptwohnung vermieten wollen, eine Genehmigung für insgesamt 182 Tage im Jahr erteilen.

Da nun offenbar die Berliner Verwaltung ihre bisherige Verwaltungspraxis korrigiert hat, muss jetzt das Zweckentfremdungsverbotsgesetz angepasst werden, denn Berliner Bürgerinnen und Bürger brauchen mehr als nur eine neue Verwaltungspraxis, sie brauchen endlich Rechtssicherheit, wenn sie ihr eigenes Zuhause gelegentlich teilen wollen.

Dass ein solcher Anspruch auch bei Zweitwohnungen besteht, hatte das Berliner Verwaltungsgericht bereits 2016 in mehreren Urteilen festgestellt.

Das derzeitige Berliner Zweckentfremdungsgesetz verfehlt seine Wirkung, denn es trifft tausende Berliner, die ihre Wohnung vermieten wollen, wenn sie im Urlaub, auf Dienstreise sind oder pendeln. Sie alle bewohnen ihre Wohnung selbst und nehmen daher niemandem Wohnraum weg.

Airbnb steht weiterhin für den Austausch mit der Stadt Berlin bereit, um zu verhältnismäßigen und zeitgemäßen Regelungen zugunsten von Home Sharern beizutragen, die dem Hinweis des Berliner Verwaltungsgerichts und dessen ständiger Rechtsprechung entsprechen und damit verständlich, rechtssicher und fair sind.

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