Lerne Jan kennen: Gastgeber in Hamburg

Im Jahr 2012 kaufte und renovierte Jan eine Eigentumswohnung im Hamburger Schanzenviertel. Damals war Hamburg sowohl privat als auch beruflich sein Lebensmittelpunkt. Dies änderte sich 2014, als er aufgrund des Jobs einige Tage die Woche in Osnabrück sein musste. In dieser Zeit lernte er auch seine Partnerin kennen und entschied sich dafür, seine Hamburger Wohnung an den Tagen, die er selbst nicht vor Ort ist, immer wieder kurzzeitig über Airbnb zu vermieten. Homesharing hilft ihm, die hohe finanzielle Doppelbelastung, die er nur teilweise steuerlich absetzen kann, abzufedern.

Jan wünscht sich von der Hamburger Politik mehr Verständnis dafür, dass die Lebens- und Arbeitsmodelle der Menschen in unserer mobilen Welt sehr unterschiedlich sind. Die 56-Tage-Regelung, die in Hamburg festgelegt wurde, spiegelt aus seiner Sicht nicht die Art und Weise wieder, wie Menschen wie er heutzutage arbeiten und leben:

“Ich bin sehr enttäuscht über die neuen Regelungen, die in Hamburg festgelegt wurden. In meinem Fall ergibt das Gesetz keinen Sinn, da ich durch Homesharing niemandem Wohnraum wegnehme. Ich wohne über die Hälfte der Woche selbst hier und gegebenenfalls möchte ich irgendwann wieder ganz nach Hamburg ziehen. Warum sollte mein Eigentum leerstehen, wenn ich beruflich oder privat zeitweise unterwegs bin? Zudem verdient die Stadt auch an meinen Steuern, die ich auf die Einnahmen durch Homesharing bezahle. Es ist unverständlich, dass so ein großer und bürokratischer Aufwand betrieben wird für eine Sache, die uns allen zugutekommt.”

Jan ist sehr enttäuscht von der Politik und kann es nicht nachvollziehen, dass mit Geldstrafen gedroht wird, wenn man nicht spätestens 10 Tage nach dem Besuch Daten an die Stadt weiterleitet. Das ist eine zusätzliche Belastung für Homesharer, die er unverhältnismäßig findet .

“Das Tolle am Gastgeben ist, dass man seinen Gästen sein Hamburg zeigen kann. Ich empfehle meinen Gästen Restaurants, Cafes, kleine Läden in der Nachbarschaft und Dinge, die man hier in der Nähe unternehmen kann. Dieses authentische und persönliche Erlebnis kann einem das Hotel nicht bieten.”

 

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