Neue Regeln für Home Sharing in Frankfurt

Mit einer neuen Satzung erkennt die Stadt Frankfurt am Main Home Sharing offiziell an und erlaubt den Bewohnern der Stadt ihre Wohnung für acht Wochen im Jahr mit einer Genehmigung seitens der Stadt Frankfurt zu vermieten.

Die Stadt Frankfurt am Main erkennt Home Sharing mit einer neuen Satzung offiziell an. In Zukunft dürfen Frankfurter einzelne Zimmer ohne zeitliche Einschränkung und ihre Wohnung für insgesamt acht Wochen im Jahr an Reisende vermieten. Dazu muss allerdings eine Genehmigung bei der Bauaufsicht beantragt werden, die innerhalb eines Monats durch die Bauaufsicht zu bearbeiten ist.

2017 reisten 60.000 Gäste via Airbnb nach Frankfurt am Main und knapp 200.000 von dort aus in die ganze Welt

Home Sharing ist in Frankfurt am Main unter Gastgebern sowie Gästen sehr beliebt. Im Juni 2017 hat der Hessische Landtag Home Sharing in das hessische Wohnungsaufsichtsgesetz aufgenommen und damit ausdrücklich klargestellt, dass auch die Stadt Frankfurt Privatpersonen, die ihre selbst bewohnte Wohnung wiederholt kurzzeitig vermieten, berücksichtigen und von der Genehmigungserfordernis ausnehmen soll. Bedauerlich ist, dass es die Stadt Frankfurt mit der durch die Satzung eingeführten Genehmigungspflicht versäumt hat, dem Auftrag des Landesgesetzgebers in dieser Hinsicht gerecht zu werden.

In der Gesetzesbegründung der Koalitionsfraktionen, die für die Auslegung der Regeln maßgeblich ist, heißt es:

“Die Kommunen sollen insbesondere regeln, inwieweit eine kurzzeitige Zwischennutzung bei Abwesenheit des Bewohners sowie die Vermietung eines geringen Teils der selbstgenutzten Wohnung, zum Beispiel im Rahmen von „Home-Sharing“-Modellen, von der Genehmigung freigestellt werden.“

„Wir begrüßen, dass nun auch die Stadt Frankfurt Home Sharing Regeln schafft, die es Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern erlauben, ihr Zuhause zu vermieten, wenn sie selbst privat oder beruflich unterwegs sind. Wir wollen auch weiterhin mit der Stadt Frankfurt zusammenarbeiten, damit die Rahmenbedingungen sowohl den veränderten Lebensgewohnheiten der Menschen als auch dem weltoffenen Charakter der Stadt gerecht werden.“

Alexander Schwarz, Geschäftsführer Airbnb Deutschland.

Auf Airbnb bieten größtenteils Privatpersonen, sogenannte Home Sharer, die beruflich oder privat viel unterwegs sind, ihr Zuhause zeitweise für Reisende an. Neben Privatunterkünften gibt es auch gewerbliche Anbieter wie Bed & Breakfasts, Boutique-Hotels oder Serviced Apartments auf Airbnb.

Airbnb arbeitet weltweit mit Städten und Gemeinden zusammen, um gemeinsam faire und zeitgemäße Regeln für Home Sharing zu gestalten und den administrativen Aufwand für die Verwaltung sowie für Gastgeber zu verringern. Airbnb hat bereits mit über 340 Städten und Regionen Vereinbarungen zur automatisierten Erhebung und Abführung der jeweiligen Tourismusabgaben über die Plattform geschlossen. 2017 hat Airbnb mit der Stadt Dortmund eine solche Vereinbarung geschlossen und ist zuversichtlich, mit weiteren Städten zeitnah eine entsprechende Vereinbarung schließen zu können, darunter auch mit Frankfurt am Main.