Wie ein Paar, unterstützt von Airbnb, die Welt von Müll befreit

Nicolas Gluzman und seine Frau Elisabeth Tricot überzeugen Urlauber, ihre Komfortzone zu verlassen und aktiv etwas wirklich Bedeutungsvolles auf Reisen zu tun. Die beiden und ihre Organisation My Green Trip werden im Rahmen des “Community Tourism Programme” von Airbnb bei ihrer Mission unterstützt. Wir haben herausgefunden, was das Paar antreibt und was jeder Reisende unterwegs tun kann, um die Erde zu einem sauberen Planeten zu machen.

Eine Community von Reisenden aufzubauen, die sich dafür einsetzt, die Welt von Abfällen zu befreien – auf diese Idee kam Nicolas Gluzman, ein 36-Jähriger Pariser, als er mit seiner Frau Elisabeth Tricot in Südostasien wanderte. Inspiriert durch den Anblick eines mit Müll übersäten Flusses beschloss das Paar, eine Nonprofit-Organisation namens „My Green Trip“ zu gründen – eine Organisation, die es Urlaubern ermöglicht, sich auf Reisen an globalen Aufräumaktionen zu beteiligen und gegen Abfall in der Natur aktiv zu werden.

Nicolas und sein Team von My Green Trip haben bis jetzt gemeinsam mit Tourismusorganisationen und verantwortungsbewussten Reisenden in über 15 Ländern auf der ganzen Welt Strände, Wälder und andere Naturgebiete von Müll befreit. Und das alles in etwas mehr als einem Jahr. Nicolas erklärt, wie alles begann:

„Die Geburtsstunde unserer Initiative ist auf einen emotionalen Schockmoment zurückzuführen, den Elisabeth und ich in Malaysia beim Wandern erlebt haben. Wir überquerten einen von Müll überschwemmten Fluss. Dabei überwältigten uns verschiedenste Gefühle – von Frustration bis zu einem Gefühl der Ohnmacht. Eine Woche später besuchten wir einen Nationalpark und fanden eine ähnliche Szenerie vor. In diesem Augenblick stoppten wir unsere Wanderung und fingen an so viel Müll wie nur möglich aufzusammeln. Die Leute begannen, uns zu beobachten, und kamen auf uns zu, um mit uns zu reden – da realisierten wir, dass wir unsere Mission gefunden haben.“

Nicolas Gluzman, My Green trip

Nach dem erfolgreichen Projektstart freut sich das Paar nun auf die Partnerschaft mit Airbnb, um die Bekanntheit ihres Projekts zu steigern und das Engagement für den guten Zweck weiter zu fördern.

“Meine Frau meinte zu mir, dass es großartig ist, mit Airbnb zu kooperieren, da ihnen die Community und das Zusammenbringen von Menschen sehr wichtig ist. Zudem ist Airbnb global und somit erreichen wir mit unserer Zusammenarbeit Menschen auf der ganzen Welt, die uns bei unserem Projekt unterstützen.”

Nicolas Gluzman, My Green trip

Die Partnerschaft ist Teil des “Community Tourism Programme” von Airbnb, das nachhaltigen Tourismus in ganz Europa unterstützt, zum Beispiel indem innovative Ideen wie jene von Nicolas finanziell gefördert werden. Die Einzelheiten des Engagements von Airbnb wurden von Airbnb-Mitgründer Nathan Blecharczyk auf der OECD-Konferenz in Paris am 29. Mai bekannt gegeben: Mehr als 1,25 Mio. Euro wurden bis jetzt an insgesamt 24 Projekte vergeben, die in ganz Europa dazu beitragen sollen, die lokalen Traditionen zu bewahren, einzigartige Sehenswürdigkeiten zu erhalten und einen nachhaltigen Tourismus zu fördern.

Reisende, die bei My Green Trip mitmachen möchten, können als ersten Schritt ihre Ausrüstung für die Urlaubs-Aufräumaktionen bestellen und Botschafter des Projekts werden – mit dem Ziel, My Green Trip bekannter zu machen.

Umweltbewusste Reisende können außerdem mit diesen fünf einfachen Tipps von Nicolas starten und das Ziel von My Green Trip unterstützen:

  1. Was jeder ganz einfach tun kann, ist mit wiederverwendbaren Reiseutensilien unterwegs zu sein und Wegwerf-Kunststoff möglichst zu vermeiden. Ich reise immer mit einer Kalebasse, einer ausgehöhlten und getrockneten Flaschenkürbis für Wasser, einer Einkaufstasche, einer Kaffeetasse, einem Messer, einer Gabel und einem Löffel. Und zuletzt einem wiederverwertbaren Strohhalm. Das spart so viel unnötigen Abfall!
  2. Ein Snack für unterwegs gehört zum Reisen einfach dazu! Aber anstatt eine Tafel Schokolade oder ähnliches zu kaufen, die wiederum in Folie verpackt ist und Müll produziert, empfehle ich, einfach auf lokalen Märkten frische Lebensmittel wie Nüsse und Obst zu kaufen und für den kleinen Hunger einzupacken.
  3. Ihr könnt auf Plastikflaschen verzichten! Stattdessen nutzen wir Aquatabs, um Wasser zu reinigen, oder kochen Wasser ab.
  4. Etwas, das den meisten Reisenden vielleicht nicht bewusst ist, sind die schädlichen Auswirkungen von Sonnenschutzprodukten auf die Korallenriffe. Wenn sie ins Wasser gelangen, können Lotionen mit Oxybenzon und Octinoxat zur Korallenbleiche beitragen. Als Alternative rate ich zu atmungsaktiver Kleidung oder Sonnencremes, die für Korallen nicht toxisch sind.
  5. Es ist egal, wohin man reist, überall gibt es – leider – Müll, von Berlin bis nach Singapur und selbst in abgelegenen Orten wie der Arktis. Verändern können Reisende das, indem sie unterwegs auf Reisen aufräumen!

My Green Trip mit Sitz in Lausanne in der Schweiz hat bereits eine Community von über 3.000 Reisenden und arbeitet mit einem Netzwerk von 14 Tourismusorganisationen auf der ganzen Welt zusammen, die  Aufräumarbeiten in ihr Touren- und Aktivitätenprogramm für Reisende aufgenommen haben.

Auf die Frage, was als Nächstes auf der Agenda von My Green Trip steht, erklärt Nicolas: „Wir freuen uns über noch mehr Reisende und Partner, die die Aufräumaktionen unterstützen – wir möchten beweisen, dass jeder Einzelne von uns etwas bewirken kann. Lasst uns zusammen die Erde aufräumen!”

Weitere Details zum “Community Tourism Programme” und den anderen Projekten, die Airbnb in Deutschland und Europa unterstützt, finden Sie hier. Darüber hinaus veröffentlichte Airbnb gemeinsam mit Jonathan Tourtellot, Gründer des National Geographic Center for Sustainable Destinations, einen Bericht, der zeigt, wie die Plattform und die Gastgeber und Gäste-Community helfen, Massentourismus entgegenzuwirken und nachhaltiges Reisen zu fördern. Diesen können Sie hier abrufen.